DJK Augsburg-Lechhausen 1920 e.V.

Spielen wie Arjen Robben, Bastian Schweinsteiger oder Frank Ribéry, Tore schießen wie Mario Gomez oder Bälle halten wie Manuel Neuer. So oder so ähnlich sehen die Träume vieler junger Fußballer aus, die aber nur bei den allerwenigsten in Erfüllung gehen. Einmal auf demselben Rasen spielen, auf dem die großen Vorbilder normalerweise zu Werke gehen, das konnten am vergangenen Samstag die Nachwuchskicker der DJK Lechhausen.
Um Heranwachsenden dieses Erlebnis zu ermöglichen, sicherte sich die Stadt München beim Stadionbau das Recht, die große Arena zeitweise für Schulsport zu nutzen. Aufgrund der Belegungspläne konnte dieses Jahr aber nur die Zeit in den Pfingstferien zur Verfügung gestellt werden, weshalb Sportvereine zum Zug kamen.Die DJK Lechhausen nahm als einer der Klubs die Gelegenheit wahr und reiste mit der E1-, E2-, F1- und F2- Jugend an - so gut wie kein Spieler fehlte, da sich niemand diese einmalige Gelegenheit nehmen lassen wollte. Es wurden im Vorfeld sogar Urlaubsreisen verkürzt, verschoben oder ganz abgesagt.Bereits vor dem eigentlichen Hauptteil, dem Spielen auf dem Arena-Rasen, war für die Kinder bereits einiges geboten. So durften sie sich in der Kabine des TSV 1860 München umziehen, wo sonst nur die Profis des Zweitligisten Zutritt haben.
Als dann, nach kurzer Wartezeit im Spielertunnel, die Champions-League-Melodie ertönte, war dies das Zeichen für die jungen Kicker, die wenigen Stufen hinauf in die Arena zu nehmen, wo sie bereits von den zahlreich mitgereisten Familienangehörigen lautstark empfangen wurden.
Die nachfolgenden 30 Minuten, in der die vier DJK-Teams auf jeweils einem Viertel des Spielfeldes gegeneinander spielen durften, werden wohl jedem Spieler in dauerhafter Erinnerung bleiben. Die Endergebnisse jedenfalls waren an diesem Tag nur von untergeordneter Bedeutung, wie E2-Spieler Jonas Wüstner betonte: „Es ist egal, wie das Spiel gegen die E1 ausgegangen ist. Ich freue mich viel mehr, einmal hier gespielt haben zu dürfen, wo sonst nur der FC Bayern spielt.“Ebenso sah es Stefan Hertle aus der E1: „Das Ergebnis war heute zweitrangig. Was zählt, ist das tolle Erlebnis.“
Michael Polke, E2-Trainer und neuer Jugendleiter bei der DJK, sah es ähnlich: „Wenn man die Begeisterung der Spieler sieht, muss man sagen, dass dies sicherlich ein großer Tag für sie ist, dort zu spielen, wo vor gerade einmal drei Wochen das Champions-League-Finale stattgefunden hat.“
Welch große Bedeutung jenes Ereignis nicht nur für die Jugendfußballabteilung, sondern für den gesamten Verein hat, zeigte die Tatsache, dass es sich sogar der DJK-Präsident, Dieter Hallischafsky, nicht nehmen ließ, die Jungfußballer bei dieser Fahrt zu begleiten. Auch er fand lobende Worte für den Veranstalter und fügte hinzu: „Ich halte es für eine großartige Erfahrung für die jungen Spieler, einmal zu erleben, wie sich Profis fühlen, wenn sie den Rasen der Arena betreten und dort spielen. Daran werden sie sicher denken, wenn sie zukünftig Spiele des FC Bayern im Fernsehen verfolgen.“

Alles in allem also ein rundum erfolgreicher Tag, der jedem auf Dauer in Erinnerung bleiben dürfte und der für die jungen DJK-Kicker einen Höhepunkt in ihrer noch kurzen Fußballer-Karriere darstellt.

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